Harvard-Vorlesung oder Stanford-Podcast – bilde Dich kostenlos weiter!

Der Hörsaal bleibt leer. An Vorlesungen kannst Du trotzdem teilnehmen. Weiterbildung gibt’s außerdem auf folgenden Websites viel, kostenlos und auf hohem Niveau:

>> Die Seite www.online-vorlesungen.de bietet eine Auswahl digitalisierter Vorlesungen verschiedener Hochschulen, Institute und Fern-Unis nach Fachgebieten sortiert an. Hier kannst Du nach Lust und Laune im Sinne des Studium Generale in andere Bereiche hineinschnuppern.

>> Nicht nur die Uni Hamburg, sondern viele andere Universitäten und Hochschulen bieten kostenfreie Vorlesungen, Videos, Podcasts und Präsentationen an, z. B.:

>> Hättest Du es gerne einen Tick internationaler? Besuche doch Yale, Harvard oder Cambridge – online geht das z.B. auf folgenden Seiten:

Notfall-Krisen-Kit: Kennst Du diese Hilfsangebote und Online-Tools?

Der Alltag bricht weg, Routinen lösen sich in Luft auf, Deine Bezugspersonen fehlen Dir. Vielleicht leidest Du an einer psychischen Erkrankung und hast es momentan besonders schwer. In Zeiten von Quarantäne und häuslicher Isolation gilt es in jedem Fall, besonders auf Dich und Deine Mitmenschen aufzupassen. Folgende telefonischen Angebote und nützlichen online-Tools können nun helfen. Care & share!

 

 Telefonische Hilfsangebote

 

1. Studentische Seelsorge Hamburg

Probleme im Studium, Liebeskummer, Einsamkeit: Die Themen, mit denen sich Menschen bei der Studentischen TelefonSeelsorge der Evangelischen Studierendengemeinde Hamburg melden, sind vielfältig. Insgesamt stehen rund 40 geschulte Student/innen aller Fachrichtungen Hilfesuchenden anonym zur Seite. Ruf an!

Tel.: 040 411 70 411
Zur studentischen Seelsorge Hamburg >>

 

2. Telefonseelsorge der Diakonie Hamburg

Die Telefonseelsorge der Diakonie ist in der aktuellen Situation immer erreichbar. Ob Kummer, Einsamkeit, Depressionen, Krankheit, Trauer oder Ärger – hier findest Du ein offenes Ohr für alle Themen. Du kannst Dich anonym melden. Außerdem sind alle Anrufe immer kostenlos. Mailberatung sowie Chatberatung sind über die Website ebenfalls möglich.

Tel.: 0800 11 10 111
Zur Telefonseelsorge der Diakonie Hamburg >>

 

3. Telefonseelsorge der Caritas Hamburg

Die TelefonSeelsorge der Caritas bietet allen Ratsuchenden das vertrauensvolle und anonyme Gespräch mit geschulten Ehrenamtlichen an, unabhängig von Glaube oder Weltanschauung. Mailberatung sowie Chatberatung sind über die Website möglich.

Tel.: 0800 11 10 222
Zur Telefonseelsorge der Caritas Hamburg >>

 

4. Internetseelsorge Hamburg

Die Onlineberatung bietet eine Kontaktmöglichkeit virtueller Art. Wenn Du Deine Sorgen oder Gedanken teilen möchten, stehen Dir an dieser Stelle qualifizierte und erfahrene Berater/innen unterstützend zur Seite. Mailberatung sowie Chatberatung sind über die Website auch möglich.

Zur Internetseelsorge Hamburg >>

 

5. Muslimische Seelsorge

Die Muslimische Seelsorge richtet sich gezielt an die türkische Gemeinschaft. Geschultes Personal hört Dir verständnisvoll zu und unterstützt Dich bei der Suche nach einem individuellen Ausweg. Du kannst Dich anonym melden, alle Angelegenheiten werden vertraulich behandelt. Die Hotline ist 24 Stunden täglich besetzt und immer dienstags gibt es auch eine türkischsprachige Beratung.

Tel.: 030 443509821
Zur muslimischen Seelsorge >>

 

6. Deutsche Depressionshilfe

Das bundesweite Info-Telefon Depression bietet Betroffenen und Angehörigen Krankheits- und behandlungsbezogene Informationen und weist den Weg zu Anlaufstellen im Versorgungssystem. Das Info-Telefon Depression ist kostenfrei.

Tel.: 0800 33 44 533
Zur Depressionshilfe >>

 

7. Sucht- und Drogennotdienst

Die Mitarbeiter/innen der Sucht- und Drogennotdienst stehen zur telefonischen Beratung und Betreuung in Notfallsituationen zur Verfügung – und zwar 24 Stunden durchgehend.

Tel.: 030 19237
Zum Sucht- und Drogennotdienst >>

 

8. Sozialpsychiatrischer Dienst Hamburg-Mitte
Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialpsychiatrischen Dienste gehören Ärzt/innen, Sozialarbeiter/innen und Psycholog/innen, die Menschen mit einer psychischen Erkrankung, einer Suchterkrankung oder geistigen Behinderung Hilfe anbieten.

Tel.: 040 428 54 47 41, 040 428 54 46 83
Zum sozialpsychiatrischen Dienst >>

 

9. HelloBetter – #zusammenzuhause

Das Institut für Online-Gesundheitstrainings „HelloBetter“ bietet aktuell eine Hotline für Hilfesuchende an, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise eine akute psychische Belastung erleben und dringend Unterstützung benötigen. Psycholog/innen beantworten Fragen, bieten Orientierung und geben Auskunft zu weiterführenden Hilfsangeboten.
Zusätzlich startet „HelloBetter“ ab kommender Woche eine regelmäßige frei zugängliche Video-Sprechstunden mit PsychologInnen via Facebook Live auf der Facebookseite facebook.com/HelloBetterHealth. Fragen und Gedanken, die Dir seit Tagen im Kopf kreisen, kannst Du hier stellen. Sende bei Interesse eine E-Mail an qa@hellobetter.de mit dem Betreff „Live-Sprechstunde“. Dann wirst Du per E-Mail informiert, wann die Sprechstunden jeweils stattfinden.

Tel.: 0800 000 95 54
Zur Facebook-Gruppe „zusammenzuhause“ >>
Zur HelloBetter-Website >>

 

(Kostenlose) Online-Programme und Apps

 

1. KrisenKompass – Notfallkoffer für Krisensituationen

Der KrisenKompass ist eine Handy-App, die dank ihrer Funktionsweise eine Art Notfallkoffer für Krisensituationen ist. Mit verschiedenen Rubriken, z.B. mit der Tagebuchfunktion und mit persönlichen Archiven, um positive Gedanken oder beispielsweise Fotos, Erinnerungen oder Lieder zu speichern, kann ein ganz persönliches Rüstzeug für schlechte Momente gepackt werden. Darüber hinaus gibt es Materialien, die in Krisensituationen hilfreich sind, Hinweise zu beruhigenden Techniken, sowie direkte Kontaktmöglichkeiten zur TelefonSeelsorge und anderen professionellen Anlaufstellen.

Zum KrisenKompass >>

 

2. IFightDepression Tool

Die Depressionshilfe stellt ihr Online-Programm iFightDepression zur Strukturierung des Alltags nun aufgrund der Corona-Krise Betroffenen für sechs Wochen ohne Einschränkungen zur Verfügung. Das Selbstmanagement-Programm unterstützt Menschen mit leichteren Depressions¬formen ab 15 Jahren beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt praktische Hinweise für den Alltag. Durch Übungen lernst Du zum Beispiel, den Tag zu strukturieren und negative Gedankenkreise zu durchbrechen. Das Programm ist derzeit in zwölf Sprachen verfügbar. Du kannst Dich formlos über die E-Mail-Adresse ifightdepression@deutsche-depressionshilfe.de für das Programm anmelden und wirst innerhalb von 24 Stunden freigeschaltet.

Zum IFightDepression Tool >>

 

3. StudiCare
„StudiCare“, das Online-Tool zur Selbsthilfe, bietet direkt auf Studierende zugeschnittene, kostenlose Trainings zur Stressbewältigung an.

Zu StudiCare >>

 

4. Dein Masterplan

Das Portal „Dein Masterplan“ bietet Studierenden eine persönliche, kostenlose Online-Beratung und ein interaktives Training zur Bewältigung von Ängsten, Blockaden oder Motivationsproblemen im Studium.

Zu Dein Masterplan >>

Schreibtisch statt Stabi

Zuhause lernen ist doch am Schönsten? Von wegen. Zwar sitzt der Schlafanzug perfekt, du hast den Kühlschrank immer in Reichweite und für die Lernpause hält Netflix deine Lieblingsserie parat. Bedeutet: Alles, was ablenkt, ist nur eine Armlänge entfernt. Besonders verlockend, wenn du ohnehin gerade womöglich am Sinn deines Studiums zweifelst. Blöd: Die Einsamkeit am Schreibtisch kannst du zurzeit auch nicht gegen Lernen in Gesellschaft in der Institutsbibliothek oder in der Stabi tauschen. shift hat ein paar Tipps für dich, wie es mit dem Lernen zuhause dennoch klappt.

1. Auf dem Weg ins Lern-Büro

Versuch doch einmal, deine Lernsessions wie einen Job anzugehen – gewissermaßen Lernen im Home-Office. Würdest du bei deinem Job in Jogginghose aufschlagen? Eher nicht. Das ist auch gut so. Psycholog/innen wissen: Wie du dich kleidest beeinflusst deine Motivation. Schlunzklamotten verleiten dich daher auch eher zum mentalen Schlunzen. Zieh dir lieber an, worin du dich auch an der Uni wohlfühlst, wenn du einen langen Seminartag vor dir hast. Und simuliere doch einfach mal den Weg zur Uni: Raus zur Tür, runter zur Mülltonne oder in die Waschküche und dann wieder rauf – direkt an deinen Schreibtisch.

2. Häppchenweise zum Ziel

Wenn deine Hausarbeit oder die Präsentation fürs Online-Seminar schon länger rumliegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass du sie plötzlich in einer Hauruck-Aktion an einem Stück wegschaffst. Wochen- oder Tagesziele und To-Do-Listen helfen dir dabei den Überblick zu behalten. Ein Plan über die nächsten Schritte wird das gefühlte Matterhorn an Arbeit sicher nicht in die norddeutsche Tiefebene verwandeln. Aber ein übersichtliches Mittelgebirge ist auf jeden Fall möglich. Und: Ob du mit deiner Lieblingsaufgabe oder etwa einer ungeliebten Recherche beginnst, ist wurscht. Hauptsache, du fängst an.

3. Jetzt nicht!

Wenn ständig Whatsapp dingelt, das Mobiltelefon klingelt oder Mails aufploppen, kommst du nicht ins Arbeiten. Darum: Smartphone auf Flugmodus, Benachrichtigungstöne auf dem Rechner aus, „Nicht-stören-Schild“ an die Tür. Und los geht’s.

4. Pause machen

Regelmäßige Pausen helfen dir, dich auch über längere Lern- oder Arbeitseinheiten hinweg zu konzentrieren. Dabei kann dir die Pomodoro-Technik weiterhelfen: Nach 25 Minuten konzentrierter Arbeit erlaubst du dir eine Pause von fünf Minuten. Nach jeweils vier kurzen Pausen hast du dir eine längere Pause von zwanzig Minuten verdient. In deinen Pausen kannst du machen, was du willst. Einzige Bedingung: Setz dich nach der Pause pünktlich wieder an deinen Arbeitsplatz.

5. In Bewegung bleiben

Spazieren gehen, Rad fahren, Inline skaten – noch ist all das trotz Kontaktsperre erlaubt. Und wichtig – Bewegung hilft dir sowohl beim Entspannen als auch beim Lernen. Auswendiglernen etwa klappt nachweislich besser, wenn du dabei durchs Zimmer gehst oder eben am Kanal entlangspazierst; aktive Kurzpausen mit Yoga-Asanas oder einem Tänzchen zu deiner Lieblingsmusik bringen deinen Kreislauf und deine Durchblutung auf Trab und machen dein Hirn fit für die nächste Lerneinheit. Bewegungslose Zeit auf dem Stuhl kannst du zudem mit Videos des Projekts Smart Moving verkürzen:

6. Digitale Lerngruppen

Auf die Dauer kann alleine lernen trotz guter Planung, ausreichender Pausen und Erholungszeiten zermürben. Im digitalen Zeitalter kannst du jedoch zumindest Lerngruppen online simulieren. Von Sykpe bis Zoom gibt es jede Menge Plattformen, auf denen du dich mit mehreren Kommiliton/innen gleichzeitig austauschen kannst. Und da die gemeinsame Lernpause im Café bis auf weiteres ja ausfällt: Schalte dich online von Sofa zu Sofa mit deinen Mitlerner/innen zusammen!

BITTE BEACHTE:

Wenn die aktuelle Situation dir Angst macht, du konkrete Fragen zu Prüfungsleistungen und Studienfinanzierung hast, dann kannst du dich zurzeit auch telefonisch ans Studierendenwerk Hamburg wenden.

Einfach machen: 15 ungewöhnliche Methoden, um weniger zu grübeln

Studium abbrechen? Was werden Mama und Papa dazu sagen? Und was passiert mit dem Bafög? Dann doch die Uni durchziehen? Oder vielleicht doch noch für eine Ausbildung bewerben? Haben Studienaussteiger/innen überhaupt Chancen? Wie wäre es mit einem Fachwechsel? (…)

Kennst du das? Dein Gedankenkarussell dreht sich wild, du selbst fühlst dich allerdings komplett gelähmt. Du findest keinen Anfang. Aber auch kein Ende. Wir sagen: Stopp! Stopp mit diesem Kopfchaos! Wir laden dich ein, weniger zu grübeln und einfach zu machen. Mit 15 ungewöhnlichen Methoden und Übungen schenken wir dir einen Werkzeugkasten gegen das Gedankenchaos. Frei nach dem Motto: Gedanken zähmen für Einsteiger.

 

  1. Der Anti-Grübel-Vertrag

Setze einen Anti-Grübel-Vertrag mit dir selbst auf. Darauf kann zum Beispiel stehen: „Ich, Claudia Musterfrau, beschließe hiermit fröhlich und feierlich, ab heute, den 1. Januar 2020, weniger zu grübeln und einfach zu machen, in guten wie in schlechten Tagen.“ Unterschreibe deinen Vertrag und hänge ihn an einen Ort, wo du ihn gut und regelmäßig sehen kannst. Allein der Anblick und dein „offizieller“ Beschluss werden dich tagtäglich daran erinnern, dein Gedankenchaos mit den erlernten Methoden regelmäßig zu hinterfragen.

 

  1. Die Zehen-Wackel-Methode

Weiterstudieren? Ja? Nein? Jein? Vielleicht? Deine Gedanken drehen sich im Kreis und lassen sich nur schwer kontrollieren? Eine absolut simple Methode, das Grübeln zu stoppen: Wackle mit den beiden großen Zehen. Ja, du hast richtig gelesen. Zahlreiche Menschen machen das bereits unbewusst in belastenden Situationen. Wozu das gut sein soll? Um die Zehen zu bewegen, muss dein Gehirn etwas von seiner durch den Gedankenkreislauf geblockten Energie abzweigen. Außerdem wird durch die Zehenbewegung die Muskelanspannung gelöst. Kurzum: Das Zehengewackle bewirkt eine psychische und physische Entspannung. Devise: Nicht die Gedanken, sondern die Zehen kreisen lassen.

 

  1. Der zehn Minuten-Trick

Der zehn-Minuten-Trick ist eine höchstwirksame psychologische List! Schreibe dir die drei wichtigsten unerledigten Aufgaben auf, vor denen du dich seit Wochen drückst. Zum Beispiel: Deine Hausarbeit schreiben, den Bafög-Antrag fertigstellen, nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz suchen, oder, oder, oder. Wähle nun eine Aufgabe aus und beschäftige dich zehn Minuten lang ausschließlich mit der Aufgabe. Fertig. Das klingt vielleicht unspektakulär. Denn was sind schon zehn Minuten? Zehn Minuten sind kurz, das sieht selbst dein innerer Schweinehund ein. Das ist auch der Clou an diesem Trick: Du schaffst es, anzufangen. Wenn du jetzt schon dabei bist, kommst du meistens richtig in Schwung. Schwer ist ja oft nur der Anfang. Wichtig: Hast du nach zehn Minuten wirklich keine Lust mehr weiterzumachen, dann zwinge dich nicht dazu. Sonst klappt der Trick nächstes Mal nicht mehr. Schließlich ist der Deal: zehn Minuten!

 

  1. Kurzmeditation für Eilige

„Ich muss noch … erledigen!“, „Ich habe … vergessen!“, „Ich mache mir Sorgen, dass…“, „Das habe ich nicht gut genug gemacht!“ Hast du diesen einen Gedanken, der dich wie ein Folterknecht schon den ganzen Tag quält? Wie wäre es mit einer Kurzmeditation? Gehe auf pixelthoughts.co und gib dort deinen Grübel-Gedanken ein. Schau den kurzen Animationsfilm an. Wir wetten mit dir: Innerhalb einer Minute bist du den Missetäter los.

 

  1. Mülltrennung: Der freundliche Denker

Du hast einen hartnäckigen Gedanken, der dich immer wieder heimsucht. Schmeiß ihn bewusst in die Tonne. Die Mülltrennungs-Methode läuft so: Stelle dir vor, da stehen fünf Mülltonnen. Gib ihnen Namen. Die Tonnen können heißen: Sabotage-Sondermüll, destruktiver Gedanken-Restmüll, altes Familiengemüse, traurige Erinnerungen, gemischter Unfrieden aller Art. Du kannst dir natürlich aus selber Namen für deine Mülltonnen überlegen. Schmeiße nun deine negativen Gedanken weg. Dabei sortierst du deinen Kopf-Müll und trennst ihn, Tonne für Tonne. Vergiss den Deckel am Schluss nicht!

 

  1. Das Schlecht-über-mich-denken-Glas

Kennst du das? Du hast eine Aufgabe. Du denkst an diese Aufgabe. Du kommst nicht zu Potte. Du machst dich schlecht. Und die Aufgabe: Die gehst du trotzdem nicht an. Dann, kurz vor Schluss, rockst du das Ding in lächerlichen fünf Minuten. Die Frage ist doch: Was hättest du in der ganzen Grübel-Zeit nur Tolles anstellen können? Um dich für diese Problematik zu sensibilisieren, kannst du ein Schlecht-über-mich-denken-Glas einführen: Für jeden schlechten Gedanken, mit dem du dich fertig machst, weil du noch etwas erledigen musst, wandern 50 Cent in dieses „Dunkle-Gedanken-Glas“. Schaue dir das Glas am Ende des Tages an. Ist es voll oder ist es leer? Überlege dir, was du in Zukunft mit dem Geld und deiner „Dunklen-Gedanken-Zeit“ anfangen möchtest.

 

  1. Drei-gute-Dinge-des-Tages

Gedanken lassen sich trainieren. Auch die guten! Wie legst du den Fokus auf die positiven Seiten des Lebens? Ganz einfach: Während des Tages sammelst du gedanklich all die schönen Momente und positiven Erkenntnisse, um dann abends die „Top-3-guten-Dinge-des-Tages“ auf einen Zettel zu schreiben und mit diesen Gedanken dann schlafen zu gehen.

 

  1. Der Stopp-Trick

Grübeln ist meist eine enorm selbstkritische Reflexion. Es fokussiert sich auf Vergangenes, Defizite, Fehler und Negatives. Das unterscheidet das Grübeln vom lösungs- und handlungsorientierten Denken. Mit dem Stopp-Trick kannst du das Negativ-Denken frühzeitig verhindern. Immer wenn ein schlechter Gedanke aufploppt und du anfängst zu grübeln, sagst du STOPP! Eine erweiterte Version der Stopp-Methode ist die „Wer spricht da?“-Übung. Wenn Gedanken seltsam anmuten, frage mit Humor: „Hallo? Stopp! Halt! Wer spricht da? Das bin nicht ich!“ Und: „Das nehme ich nicht ernst. Annahme verweigert! Ich schicke diese Gedanken gleich weiter.“

 

  1. Peripatetische Methode

Wo sich nichts rührt, kann sich nichts Neues entwickeln. Die Kreativitätsforschung ist sich darüber einig, dass Kreativität immer auch durch körperliche Bewegung in Gang und zum Fließen kommt. Schon die alten Griechen nutzten Bewegung, um den Geist auf Trab zu bringen. Die antiken Philosophen diskutierten am liebsten ihre Ideen, während sie in den schattigen Wandelgängen der Schulen auf und ab gingen. Mit dieser „peripatetischen Methode“ bewegten die Philosophen beim Spazierengehen Schritt für Schritt neue Gedankengänge. Du badest heute mal wieder in deiner Grübelsuppe? Gehe mindestens 15 Minuten an die frische Luft.

 

  1. Der Duft-Umschaltknopf

Hmm… riecht lecker. Es gibt Düfte, die erinnern an früher, an schöne Momente, manchmal sogar ganz unbewusst. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Gerüche Handlungen, Stimmungen und Emotionen beeinflussen. Und einmal herausgefunden, was dir guttut, welcher Duft dich derart berührt, besitzt du im wahrsten Sinne des Wortes einen duften Umschaltknopf in sämtlichen Stresssituationen. Also gehe der Frage nach, welcher Geruch dich beruhigt und entspannt. Der Duft von Lavendel? Der Geruch von Lebkuchen? Außerdem: Welche Aromen beleben und aktivieren dich? Hast du es herausgefunden? Dann nutze diese Wunderwaffe und belebe dich in „schwachen“ Momenten.

 

  1. Die doppelte-Atem-Entspannung

„Wie spät ist es? Es ist genau jetzt.“ Entspann dich! Mach dich locker mit dieser einfachen Atemübung: Atme etwa doppelt so lange aus wie ein. Wenn du beispielsweise fünf Sekunden lang einatmest, versuche, deine Ausatmung zehn Sekunden in die Länge zu ziehen. Einfach bewusst sehr langsam ausatmen. Das entspannt ungemein.

 

  1. Der Routine-Brecher

„Mache jeden Tag etwas, wovor Du Angst hast“, sagte einst Eleanor Roosevelt. Ein guter Rat. Pflege den kleinen Rebellen in dir. Brich bewusst deine Routinen! Damit brichst du auch deine negativen Denkmuster und Aktivitäten. Du trinkst gerne gemütlich im Bett Kaffee? Stell dich einfach mal ans Fenster mit deiner Tasse. Du gehst immer den gleichen Weg zur Arbeit? Nimm den etwas längeren Weg durch den Park! Du spazierst nach der Vorlesung immer gleich nach Hause? Setze dich heute eine Stunde in die Uni-Bib! Die Gedanken werden sich verändern, die kreativen Ideen häufen – wetten?

 

  1. Die Countdown-Methode

Auch eine Möglichkeit, um den Grübelprozess zu bremsen: Lasse ihn ganz bewusst für einen definierten Zeitraum zu. Also erst gar nicht versuchen, ihn zu unterbinden. Stelle einen Wecker oder die Timerfunktion deines Smartphones auf genau fünf Minuten. Beschäftige dich dann in Gedanken bewusst mit dem Ereignis bzw. das Thema, das in deinem Kopf kreist. Nach Ablauf der Zeit stellst du dir folgende Fragen: Habe ich neue Erkenntnisse gewonnen? (Wenn ja, welche?) Ist mir etwas klarer geworden? (Was genau?) Geht es mir jetzt besser? Auch wenn du alle Fragen mit Nein beantwortest – macht nichts! Das bewusst zeitbegrenzte, intensive Grübeln und das nachfolgende Reflektieren führen oft zu einem neuen Zugang oder einer Distanzierung deiner negativen Gedanken. Das wiederum erleichtert die Unterbrechung des Gedankenkreislaufs.

 

  1. Perfekt imperfekt

Fehler entdeckt? Das muss so! Du leidest unter einem „inneren Perfektionisten“?  Übe dich darin, kleine Dinge in aller Einfachheit abzuschließen. Sage öfters einmal: „Das ist jetzt so fertig. In dieser Form ist diese Sache für hier und heute abgeschlossen.“

 

  1. Die Torhüter-Übung

Diese Methode geht auf den Mönch Evagrius Ponticus zurück. Für viele Menschen ist die Torhüter-Übung bei Grübelzwängen unheimlich entlastend. Stelle dir vor, (negative) Gedanken seien wie Gäste, die an deine „Tür“ klopfen und um Einlass bitten. Du selbst bist dabei quasi der Türhüter, der die anklopfenden Gedanken befragt, was sie dir denn mitzuteilen haben. Frage dich: Welches Gefühl verbirgt sich hinter dem Grübelgedanken? Welches (unerfüllte) Bedürfnis? Welche Sehnsucht? Sprich: Was will dir ein Gedanke sagen, warum und wozu ist er da? Was ist seine Funktion und damit sein Sinn? Auch wenn du negative Gedanken nun einfach nicht „hereinlässt“, hast du diese doch ernst genommen und den in ihnen verborgenen Sinn erkannt.

 

 

 

 

 

 

 

Bewerben mit Studienausstieg

Eigentlich kennt der Bauch längst die Wahrheit: Die Entscheidung fürs Studium stimmte doch nicht. Von der ersten Ahnung bis zum tatkräftigen Studienausstieg und einer Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz dauert es oft jedoch quälend lang. Einer der Gründe: „Damit kann ich mich doch unmöglich bewerben!“ Olga Demant, Ausbildungsverantwortliche bei der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, sieht das anders.

 

Was denken Sie als Ausbildungsverantwortliche über die Chancen von Bewerber/innen, die aus ihrem Studium ausgestiegen sind?

Ich bin der Meinung, dass Arbeit Spaß machen sollte. Wenn man beim Studieren wirklich feststellt „Das ist nicht das Richtige für mich“ – dann ist es doch die beste Entscheidung, damit aufzuhören. Ein Beruf, mit dem man sein Leben lang unglücklich ist, nutzt niemandem.

Meine Kollegen und ich haben uns zudem intensiv mit der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt und den Bewerber/innen auseinandergesetzt. Die Bewerber/innen mit Studienausstieg gehören zur Generation Z. Die Menschen dieser Generation gehen insgesamt risikofreudiger ans Leben heran, sie sind bereit, auch mal Fehler zu machen oder Umwege zu gehen. Der perfekte Lebenslauf spielt für sie keine so große Rolle mehr.

Dazu muss man sagen: Die Rahmenbedingungen erlauben das auch. Wir haben ja zurzeit einen Bewerber/innenmarkt, sodass die Unternehmen sich verstärkt um Auszubildende bemühen müssen. Das wird zukünftig auch eher noch zunehmen.

 

Gibt es trotz Bewerber/innenmarkt „typische“ Überlegungen in Personalabteilungen oder Fragen an Studienaussteiger/innen, die sich bewerben? Und wie können diese damit umgehen?

Einen Studienausstieg sehe ich erst einmal nicht als Fehler, sondern als Chance. Wichtig ist mir nur, dass Betroffene ihre Entscheidung reflektieren und für sich bewerten. Sie sollten sich fragen: Wieso passiert mir das? Was lerne ich daraus? Natürlich werden Ausbildungsunternehmen auch fragen: „Warum haben Sie Ihr Studium nicht beendet?“ Auf solche Fragen sollten die Studienausteiger/innen schon vorbereitet sein. Je reflektierter Bewerber/innen darauf antworten können, desto ehrlicher kommt das meiner Erfahrung nach auch rüber.

 

Studien zufolge nennen Studienaussteiger/innen als einen der häufigsten Gründe Leistungsprobleme. Was können Sie aus Sicht einer Personalverantwortlichen Betroffenen mit auf den Weg geben?

Natürlich hört kein/e Personalverantwortliche/r den Satz „Ich komme mit Leistungsdruck nicht klar“ gern. Man kann aber offen im Gespräch darauf hinweisen, dass man im Laufe des Studiums festgestellt hat: Das Fach, ein Studium und die damit verbundenen Berufsaussichten passen nicht zu mir.

 

Was sollten Studienaussteiger/innen Ihrer Erfahrung nach auf jeden Fall vermeiden?

Sie sollten unbedingt irgendwie dafür sorgen, dass sie einen Abschluss bekommen. Das Berufsleben ändert sich zwar. Gerade hier in Deutschland fragen aber viele Arbeitgeber nach Abschlüssen. Es ist bei allen Bewerbungen einfach von Vorteil, wen man nicht als ungelernt dasteht.

 

Wann ist denn eigentlich der beste Zeitpunkt für Studienaussteiger/innen, sich zu bewerben?

Ich beobachte, dass Bewerbungen überwiegend erst spät, so im April und Mai, bei mir ankommen. Personalverantwortliche planen jedoch anders. Zu dem Zeitpunkt bin ich froh, wenn ich meine Ausbildungsplätze schon besetzt habe. Wenn ich einen Wunsch äußern dürfte: Ich würde Studienaussteigenden raten, sich eher im Herbst und Winter zu bewerben. Wenn noch nicht ganz sicher ist, ob man wirklich aus dem Studium aussteigt, aber vielleicht schon einen Ausbildungsberuf im Blick hat: Trotzdem schon mal bewerben!

 

Du interessierst dich für eine Ausbildung bei Bosch Sicherheitssysteme GmbH?

Lies dazu auch die Geschichte von Simon Unverfärth.

 

Infos zur Ausbildung und Bewerbung findest du auch hier

https://www.bosch.de/karriere/

„Heute mal (k)eine Vorlesung“: Studium im Motivationstief? Wie Du wieder ins Hoch kommst.

Hausarbeit: aufgeschoben. Klausur: verhauen. Vorlesung: verpasst. Motivation: im Keller. Studium: bye-bye? 17 Prozent der Studierenden beenden ihr Studium aufgrund mangelnder Studienmotivation. Das ging aus dem DZHW-Bericht Zwischen Studienerwartung und Studienwirklichkeit von 2017 hervor. Was kannst Du tun, wenn sich die Unlust auf Deine Studienleistungen auswirkt? shift geht dem Motivationstief und -hoch auf die Spur und gibt erste Tipps.

 

Wieso studiere ich?

Wenn wir studieren, dann tun wir das aus bestimmten Gründen: Etwas treibt uns. Wir haben ein bestimmtes Motiv! Diese Motive haben im Laufe der Semester einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie engagiert Du Dein Studium angehst und mit aufkommenden Problemen umgehst.

 

Motivation von außen vs. Motivation von innen

Studienmotivation ist nichts anderes, als in irgendeiner Form Interesse daran zu haben, den Lernstoff aufzunehmen und dafür eventuelle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Für manche Fächer lernst Du gerne, weil Dich der Stoff begeistert. Deine Motivation ist in dem Fall intrinsisch, denn Du führst die Handlung – ­das Studieren und Lernen – um ihrer selbst willen aus. Intrinsisch motivierte Menschen verfallen leichter in sogenannte Lern- und Schreib-„Flows“.

Häufig ist aber auch ein externer Faktor als Antrieb für das Lernen aktiv. In dem Fall bist Du extrinsisch motiviert. Die extrinsische Motivation spiegelt die Nutzenkomponente Deines Studiums wider – das erwartete Ergebnis setzt die Anreize zu Deiner Handlung.  Hast Du Dich aufgrund der Aussicht, im Anschluss an das Studium einen gut bezahlten Beruf ergreifen zu können, für einen bestimmten Studiengang entschieden? Motivieren Dich gute Noten? Dein Abschluss? Soziale Vergleiche?

 

Beispiele für intrinsische Motive:

  • Persönliche Begabung ausleben
  • Wunsch nach persönlicher Entfaltung
  • Wissenschaftliches Interesse
  • Fachinteresse
  • Soziales Interesse (z.B. anderen Menschen helfen)

 

Beispiele für extrinsische Motive:

  • Gute Arbeitsmarktchancen
  • Aussicht auf ein hohes Einkommen
  • Streben nach einem angesehenen Beruf
  • Ratschläge von Eltern/ Verwandten, Freund/innen /Bekannten
  • Empfehlungen von Studien- oder Berufsberater/innen

 

Voll motiviert? Oder null Bock? Dem Motivationshoch und -tief auf der Spur

Hin und wieder unmotiviert in der Vorlesung zu sitzen, ist normal. Sofern Du aber dauerhaft unmotiviert bist und Dich regelmäßig in die Hochschule und durch Hausarbeiten und Klausuren quälst, solltest Du dem Motivationstief auf den Grund gehen. Ein paar ehrlich beantwortete Fragen können Dir helfen, den Motivationsproblemen auf die Schliche zu kommen.

 

>> shift-Tipp <<

1. Mache den Motivationstief-Check. Stelle Dir dabei folgende Fragen:

Taucht das Motivationstief vorübergehend auf oder ist es ständig vorhanden? Was sind die mutmaßlichen Ursachen meines Motivationsproblems?

Mögliche Gründe für fehlende Studienmotivation können sein:

  • Falsche Erwartungen: Deine Vorstellungen von den Studieninhalten erweisen sich als unrealistisch und erfüllen nicht Deine Erwartungen an das Studium. Deine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Werte passen nicht zum Studienfach.
  • Fehlende Zukunftsvision: Du identifizierst Dich nicht mit dem Fach und hast keinen konkreten (Berufs)wunsch als Ziel des Studiums vor Augen. Eventuell verfolgst Du mit dem Studium unklare oder widersprüchliche Ziele.
  • Veränderung der Interessen und Rahmenbedingungen: Deine Interessen und Rahmenbedingungen haben sich im Verlauf des Studiums verändert.
  • Mehr Praxis, weniger Wissenschaft: Du hast festgestellt, dass Du lieber praxisorientiert und weniger theoretisch oder wissenschaftlich orientiert studieren möchtest.
  • Veränderte Perspektiven: Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich geändert – beziehungsweise Du bewertest sie anders.
  • Leistungsprobleme: Der Leistungsdruck ist Dir zu hoch.
  • Fehlende Techniken: Dir fehlen grundlegende Studiertechniken oder Du wendest ungeeignete Techniken an.
  • Externe emotionale Belastung: Du bist durch familiäre und private Verpflichtungen stark gestresst.

 

2. Mache den Motivationshoch-Check. Überlege Dir:

  • Deine Studienmotive: Woher schöpfst Du Deine Motivation? Was treibt Dich an, zu studieren – und was nicht? Mache Dir Deine intrinsischen und extrinsischen Motive zum Studium im Allgemeinen und zum jeweiligen Fach klar. Decke dabei Widersprüche auf.
  • Deine Erwartungen und Ziele: Die Frage nach Deinen Studienmotiven ist natürlich eng verknüpft mit Deinen persönlichen Erwartungen und Zielen, aber auch Werten und Lebensvorstellungen. Hier gilt es immer wieder, auszutarieren, wohin Deine Reise gehen soll. Frage Dich: Was ist Dein persönliches Ziel? Und: Ist es auch wirklich Dein eigenes Ziel? Visualisiere es und bringe positive Gefühle mit diesem Ziel und den damit verbundenen Aufgaben in Verbindung.
  • Dein Rüstzeug: Ziele und Motive sind Dir klar. Nun schaue Dir an, mit welchem Rüstzeug Du Dein Studium angehst. Was sind Deine Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten? Sei dabei ehrlich mit Dir selbst. Frage Dich regelmäßig: Welche Techniken fehlen Dir noch, um Dein Studium zu meistern und Deine Ziele zu erreichen? Welche Fertigkeiten musst Du Dir noch aneignen? Ganz wichtig: Belohne Dich immer wieder für Deine Teilerfolge!
  • Deine Rahmenbedingungen: Hast Du Dich schon einmal gefragt, unter welchen Rahmenbedingungen Du besonders motiviert arbeitest? Welche Gründe, Dinge oder gar Menschen lassen Dich arbeiten, dass Du darüber die Zeit vergisst? Liste alles auf, was Dir einfällt – und mache Dich daran, Deine Umgebung danach zu gestalten!

 

Beratungsstellen an den Hamburger Hochschulen: Hier wird Dir geholfen!

Du findest alleine keinen Weg aus dem Motivationsloch? Das musst Du auch gar nicht. An den Hochschulen findest Du professionellen Beistand. Nutze ihn! Wertvolle Hilfe liefern zum Beispiel:

Schau Dir auch unbedingt das Angebot des Career Center und des Schreibzentrums an Deiner Hochschule an. Häufig bieten diese Dir spannende Workshops und Info-Veranstaltungen zu den Themen Motivation, Motivationstechniken, Studienmanagement oder Prokrastination.

 

Geheimtipp: das Weekly Write-In an der Uni Hamburg

Gemeinsam sind wir (schreib)stark! Ein Geheimtipp für Studierende im Motivationsloch ist das Weekly Write-in der Uni Hamburg für alle, die einen ruhigen Schreibraum suchen und sich motivierende Schreibgewohnheiten angewöhnen wollen. Wenn Dich das Thema „Aufschieben“ besonders beschäftigt, empfehlen wir Dir auch das shift-Interview „Ein Satz ist besser als kein Satz“ mit Bettina Niebuhr, Leiterin der Schreibwerkstatt der Uni Hamburg.

 

Ausbildung im Ausland statt Auslandssemester // Teil 1: Wie denn?

Auslandserfahrung sammeln geht nicht nur im Studium. Auch wenn du vom Hörsaal in eine Ausbildung shiftest, steht dir so manche Tür in andere Länder offen. Für die internationale Mobilität von Azubis in Hamburg sorgt die Leitstelle Berufliche Bildung International am HIBB. Wir haben bei ihrer Leiterin Beate Gröblinghoff und Sureka Srimogan, Referentin für transnationale Mobilitäten, nach Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und danach gefragt, wie shifter*innen das passende Programm finden.

 

Raus in die Welt

Etwas Besonderes erleben, eine andere Kultur kennenlernen, die Chancen auf einen guten Arbeitsplatz verbessern, fachliche Kompetenzen erweitern, mehr Selbstvertrauen und Unabhängigkeit erlangen – das antworten Studierende auf die Frage, warum sie sich für Auslandsemester entscheiden. Menschen mit Studienzweifeln fürchten mitunter, sich die Chancen auf einen Auslandsaufenthalt zu verbauen, wenn sie sich tatsächlich für den shift in eine Ausbildung entscheiden. Zumindest diese Sorge kann Beate Gröblinghoff ihnen nehmen. Seit sie die Leitstelle ab 2014 aufgebaut hat, steigt die Zahl der Azubis mit ausbildungsbedingtem Auslandsaufenthalt deutlich an – von sechs Prozent auf inzwischen über neun Prozent. „Zuletzt konnten fast 1.300 Auszubildende die Möglichkeit nutzen, Teile ihres zweiten Ausbildungsjahres im Ausland zu absolvieren. Damit liegt Hamburg bundesweit vorn.“

 

Unterwegs in Europa: Erasmus+

Natürlich kostet das Arbeiten und Lernen im Auslandsbetrieb Geld. Und das ist während einer beruflichen Ausbildung meist knapp. Damit das Projekt Ausland daran nicht scheitert, kannst du als interessierte shifter*in ebenso wie alle Auszubildenden Förderprogramme nutzen. Mit diesen kennt sich Sureka Srimogan bestens aus. Sie empfiehlt die Finanzierung von Auslandspraktika z.B. über das Programm Erasmus+. „Für Azubis, die in den Ländern Europas Erfahrungen sammeln möchten, ist dieses Programm einfach naheliegend“, so Srimogan. Das EU-Programm fördert Auslandspraktika, für eine Dauer von zwei Wochen bis maximal drei Monaten.

 

Yes, you can: USA

Zehn Wochen dauert dagegen das Betriebspraktikum mit dem Programm „Azubis in die USA“ der Joachim Herz Stiftung. Beate Gröblinghoff konnte 2015 die Stiftung dafür gewinnen, jedes Jahr im Frühling etwa zehn Auszubildende aus Hamburg mit einem fast vollfinanzierten Stipendium einen Aufenthalt in Georgia zu ermöglichen. In dem US-Bundesstaat setzt du als Teilnehmer*in deine Ausbildung bei US-Betrieben fort. Nicht ganz so lange dauert das zweite Angebot der Joachim Herz Stiftung für Auszubildende. Beim sechswöchigen Kursprogramm besuchst du als Stipendiat*in Fachkurse an einer Universität und erkundest bei Firmenbesuchen und Exkursionen in Betriebe die fremde Arbeits- und Ausbildungswelt. Für das Kursprogramm benötigen die Teilnehmer*innen übrigens in der Regel kein Visum. Wichtig, falls du dich bewerben möchtest: Stell dich auf Auswahlgespräche ein. „Dieses Stipendium fördert vor allem diejenigen, die bisher noch keine Möglichkeit hatten, längere Auslandserfahrung zu sammeln. Es sollen schon diejenigen wirklich profitieren, die sonst solche Möglichkeiten nicht haben,“ so Gröblinghoff, die im Auswahlkomitee mitarbeitet, über die Kriterien.

 

Mobil in der Ausbildung mit der Mobilitätsagentur

Beratung, Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten während der Ausbildung kann die Leitstelle im HIBB nicht allein stemmen. So gibt es etwa über Erasmus+ und die Stipendien der Joachim Herz Stiftung hinaus noch eine Menge weiterer Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für dich, wenn es dich als shifter*in ins Ausland zieht. Darum arbeiten Gröblinghoff, Srimogan und ihre Kolleg*innen aus der Leitstelle eng mit den Beauftragten für Internationales in den 32 Hamburger Berufsschulen und der Mobilitätsagentur von Arbeit und Leben Hamburg zusammen. Auch dort können Auszubildende sich umfassend beraten lassen. Neben finanzieller Unterstützung sollst du zudem gut vorbereitet in fremde Kulturen starten. Auch dafür sorgt die Mobilitätsagentur von Arbeit und Leben. „Die Agentur bietet ein Tagestraining zur interkulturellen Kompetenz an. Das bringt den Azubis immer unheimlich viel“, so Srimogan. Darum ist dieser Tag auch für dich Pflicht, wenn du über die Mobilitätsagentur an einem Azubi-Auslandsprogramm teilnehmen möchtest. Außerdem arbeitet die Mobilitätsagentur mit Partneragenturen vor Ort im Ausland zusammen. So weißt du als shifter*in im Ausland immer, an wen du dich wenden kannst – etwa, wenn es zu Problemen kommen sollte.

 

Parlamentarisches Partnerschafts Programm PPP

Ein Jahr lang in den USA leben und arbeiten – das geht auch mit Hilfe des Deutschen Bundestags. Im Parlamentarischen Partnerschafts Programm vergibt er Stipendien für ein Austauschjahr, um die die sich sich auch junge Berufstätige und Auszubildende bewerben können. Wichtig zu wissen: Du musst deine Ausbildung zum jeweiligen Stichtag der Ausreise (31. Juli jeden Jahres) beendet haben und darfst zu diesem Zeitpunkt höchstens 24 Jahre alt sein. Wenn du mitmachen möchtest, bewirb dich bald: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 13. September 2019. Wie du dich genau bewirbst, findest du auf der Webseite des PPP.

 

 

Du hast Lust auf Ausbildung im Ausland bekommen?

Hier geht es direkt zur Mobilitätsagentur.

Alles zum USA-Stipendium der Joachim Herz Stiftung findest du hier.

 

Lies den zweiten Teil unserer Mini-Reihe „Ausbildung im Ausland statt Auslandssemester: Wer denn?“ und erfahre, wie du als Azubi bei kleinen Betrieben oder Berufsfachschüler/in ins Ausland kommst.

Ausbildung im Ausland statt Auslandssemester // Teil 2: Wer denn?

Als shifter*in in Ausbildung steht dir so manche Tür in andere Länder offen. Aber gilt das auch, wenn dein Ausbildungsbetrieb ein kleines Familienunternehmen ist oder du dich für eine vollschulische Ausbildung an einer Berufsbildenden Schule entschieden hast? Beate Gröblinghoff, Leiterin der Leitstelle Berufliche Bildung International am Hamburger Institut für Berufsbildung, und Sureka Srimogan, Referentin für transnationale Mobilitäten, kennen die Antworten.

 

Du bist in einer klassischen dualen Ausbildung (Betrieb/Berufsschule)? 

Dann lies direkt hier weiter.

 

Du hast dich für eine Ausbildung an einer Berufsbildenden Schule entschieden?

Infos zu Ausbildung im Ausland als Berufsfachschüler*in findest du weiter unten.

 

Duale Ausbildung und Auslandsaufenthalte

 Mein Ausbildungsbetrieb ist ganz klein. Da kann ich doch bestimmt nicht einfach so weg?

Verständlich: Kleinen und mittleren Betrieben (KMU) fällt es schwerer, Auslandsaufenthalte für ihre Azubis zu organisieren oder die Aufgaben für die Dauer des Ausbildungsabschnitts im Ausland umzuverteilen. Auch längere Abwesenheiten stellen KMU mitunter vor größere Herausforderungen als beispielsweise nur zwei Wochen im Ausland.

Beate Gröblinghoff ermutigt Auszubildende dennoch, gezielt nach Möglichkeiten für Auslandspraktika zu fragen:

„Generell kann man sagen: Hamburg ist ein gutes Pflaster für Praktika im Ausland während der Ausbildung. Die Unternehmen sind viel offener geworden, als sie es noch vor einigen Jahren waren. Zudem konkurrieren kleine Betriebe mit größeren Unternehmen um Auszubildende. Da ist es schon ein echter Vorteil, wenn sie ihren Bewerber*innen sagen können: Bei uns könnt Ihr auch ein Praktikum im Ausland machen. Die Kammern und die Mobilitätsagentur bei Arbeit und Leben Hamburg beraten Unternehmen darum auch dabei, wie sie Auslandsaufenthalte für ihre Auszubildenden ermöglichen können.“

Sureka Srimogan ergänzt:

„Wir erleben es immer wieder, dass Auszubildende aus kleinen Betrieben sehr motiviert in den Schulen bei den Beauftragten für Internationales anfragen und um Unterstützung bitten. Die kämpfen dann richtig dafür, ins Ausland gehen zu können. Da braucht es noch viel Überzeugungsarbeit in den Betrieben. Und oft funktioniert das dann auch.“

shift-Tipp:

Seit 2017 verleiht das HIBB Zertifikate an Hamburger Ausbildungsunternehmen, die ihre Azubis dabei unterstützen, im Ausland zu lernen. Wenn du nach Ausbildungsplätzen suchst, kannst du dich gezielt bei solchen Betrieben und Unternehmen bewerben oder bei deiner Bewerbung nach dem Zertifikat fragen. Die Zahl solcher Unternehmen wächst: 2018 vergaben HIBB und Kammern bei der zweiten Verleihung bereits 110 Zertifikate. 2017 waren es noch 60.

Übrigens: Für dein Praktikum im Ausland erhältst du ebenfalls ein Zertifikat vom HIBB und der zuständigen Kammer.

 

Berufsbildende Schule und Auslandsaufenthalte

 Ich will meine Berufsausbildung an eine Berufsbildenden Schule in Hamburg machen. Kann ich da auch Auslandserfahrung sammeln?

 Zur schulischen Berufsausbildung gehören Praktika in Betrieben und Unternehmen. Warum dafür nicht ins Ausland gehen? An allen Berufsbildenden Schulen in Hamburg gibt es Lehrer*innen, die sich als Beauftragte für Internationales gezielt um Auslandspraktika für die Schüler*innen kümmern, dazu informieren und beraten.

Beate Gröblinghoff beschreibt noch einen weiteren Weg ins Ausland:

„Wir haben mittlerweile viele Berufsbildende Schulen mit internationalen Kooperationen oder Schulpartnerschaften im Ausland. Dazu gehören Schulen in St. Petersburg, Chicago, Taiwan oder auch Mosambik. Im letzten Jahr sind z.B. Schüler*innen des Ausbildungsberufs Anlagenmechaniker im Rahmen eines Schulpartnerschaftsprojektes nach Mosambik gereist. Sie haben dort eine Bewässerungsanlage für einen Gemüsegarten eines Internats angelegt und dabei eine ganz andere Arbeitswelt kennengelernt als bei uns. Statt top ausgestatteter Werkstatt mit neuester Technologie war dort echtes Basishandwerk mit Improvisationstalent gefragt.“

 

Ausbildung im Ausland – so geht’s:

Alle Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie der Organisation von Auslandspraktika während deiner Ausbildung findest du bei der Mobilitätsagentur Arbeit und Leben Hamburg.

Lies auch den ersten Teil unserer Mini-Reihe „Ausbildung im Ausland statt Auslandssemester: Wie denn?“ mit Infos zur Finanzierung

Möglichkeiten im Facility Management

Grau ist alle Theorie…zu den Gründen, aus einem Studium auszusteigen, gehört für viele Studierende auch der fehlende Praxisbezug. Viel Raum für Hand- und Kopfarbeit warten auf Studienaussteiger/innen im Bereich Facility Management. Hier lässt sich mit einer praxisorientierten kaufmännischen oder handwerklichen Ausbildung in kurzer Zeit ein qualifizierter Abschluß finden. Was genau Menschen bei der Ausbildung in dieser Branche erwartet, erklärt Axel Schultz, geschäftsführender Gesellschafter der Schultz Gruppe GmbH.

 

Ihr Unternehmen ist im Bereich Facility Management sehr vielseitig aufgestellt. Welche Möglichkeiten haben Studienaussteiger/innen bei Ihnen?

Als B2B-Anbieter an den vier wichtigsten Säulen der Gebäudemanagementwirtschaft erbringen wir mit rund 800 Mitarbeitern fast alle Leistungen eigenständig. Innerhalb der vier Sparten – technisches, infrastrukturelles, bauhandwerkliches und kaufmännisches Gebäudemanagement – gibt es vielfältige und ganz unterschiedliche Aufgaben. Bei denen ergeben sich selbstverständlich auch für Studienaussteiger/innen interessante Möglichkeiten.

 

Was sollten Menschen, die sich für eine Ausbildung bei Ihnen interessieren, aus Ihrer Sicht mitbringen?

Ein Ziel, einen festen Willen und Durchhaltevermögen! Vor der Einstellung führen wir ein intensives Gespräch mit den Bewerbern/innen, in dem wir die Neigungen, Befähigungen, aber auch die Schwächen ansprechen. Wir wollen dabei helfen, eine gute, dauerhafte Neuorientierung zu finden. Dies klären wir in einem längeren Gespräch. Dann wird sich zeigen, ob jemand eine kaufmännische, bauhandwerkliche oder technische Ausbildung bevorzugt. Oder der/die Bewerber/in findet über eine sehr praxisorientierte duale Hochschulausbildung zusammen mit der Schultz-Gruppe den Weg zurück in ein Studium.

 

Werden Studienleistungen angerechnet?

 Welche Teile des angefangenen Studiums für den jeweiligen weiteren Berufsweg angerechnet werden, entscheiden die zuständigen Ausbildungsstellen, wie zum Beispiel die Handwerkskammer. Hierbei unterstützen wir nach Kräften, dass bereits erbrachte Leistungen anerkannt werden.

 

Ich würde gern auf ein Berufsfeld näher eingehen: Gebäudereinigung. Was bietet eine Ausbildung in diesem Bereich Studienaussteigenden für Perspektiven?

Die Gebäudereinigung ist eine vielfältige und in ihrer Fachlichkeit unterschätzte Dienstleistung. Die Ausbildung dauert drei Lehrjahre. Das braucht es für den umfangreichen Stoff auch. Die Auszubildenden lernen neben Chemie, Werkstoff- und Gerätekunde auch Grundlagen des Gesundheits- und Umweltschutz sowie Entsorgung und Qualitätsmanagement. Darüber hinaus gehören auch kaufmännische und organisatorische Elemente dazu. Große Objekte zu pflegen und Instand zu halten, bedarf guter Vorbereitung und Planung. Nach der abgeschlossenen Ausbildung stehen den Absolvent/innen enorm vielfältige Einsatzgebiete offen. Gebäudereinigung bietet Facharbeiter/innen wie auch kontaktfreudigen Dienstleister/innen außergewöhnliche Chancen sich einzubringen. Und auch hier besteht die Möglichkeit, seinen Meister zu machen und sich zum/zur Betriebswirt/in des Handwerks fortbilden zu lassen. Alternativ können Interessent/innen beispielsweise an der Hochschule Niederrhein einen Bachelor im Hygienemanagement abschließen.

 

Wie sieht das Berufsprofil aus?

Gebäudereiniger/innen arbeiten in gewerblichen Immobilien, industriellen Produktionsstätten sowie Büro- und Verwaltungsimmobilien aller Art. Bei der Schultz Gruppe ist von Einkaufszentren, den Messehallen, einem Krankenhaus bis hin zur Raffinerie alles dabei. Da unsere betreuten Liegenschaften so unterschiedlich sind und jedes Objekt seine individuellen Vorgaben hat, kommen auf Gebäudereiniger/innen immer wieder neue Herausforderungen zu.

 

Welche Verdienst- und Karriereoptionen bietet die Ausbildung?

 Wir bezahlen unsere Auszubildenden zum/zur Gebäudereiniger/in nach Tarif. Die Ausbildungsgehälter liegen im oberen Bereich der Ausbildungsvergütungen im Handwerk. Wer durch besondere Leistungen und Teamfähigkeit hervorsticht, erfolgreich Personalverantwortung übernimmt und die Kundenansprache beherrscht, kann schnell zum/zur Objekt- und Betriebsleiter/in aufsteigen. Auch der Weg in die Geschäftsleitung steht Gebäudereiniger/innen offen. In unserem Unternehmen finden sich durchaus mehrere Beispiele für solche beruflichen Werdegänge. Dies zeigt sich auch im hohen Anteil unserer weiblichen Führungskräfte.

 

Gibt es „typische“ Überlegungen in Personalabteilungen oder Fragen an Studienaussteiger/innen, die sich bewerben? Und wie können Studienaussteiger/innen damit umgehen?

Ja, natürlich: Warum haben Sie Ihr Studium abgebrochen? Und wissen Sie, wo heute Ihre Leidenschaften und Neigungen liegen?
Studienaussteiger/innen sollten sich vorher selbst Fragen stellen, die ihren Lebenslauf erklären und diese beantworten können.

 

Welche Tipps möchten Sie Studienaussteigenden geben?

Informieren Sie sich umfassend über die in Frage kommenden Berufsbilder. Stellen Sie im Interview Fragen dazu. Und nutzen Sie die Chance, ein paar Tage als Praktikant in unsere fachspezifischen Gesellschaften hinein zu schnuppern. So können Sie authentisch im Arbeitsalltag erleben, welcher Bereich in der Schultz Gruppe Ihnen zusagt und Ihre persönlichen Stärken am besten hervorbringt.

 

Du interessierst dich für eine Ausbildung im Bereich Facility Management?

Hier findest du alle Informationen zur Ausbildung bei der Schultz Gruppe.

https://www.schultz-gruppe.de/ausbildung

 

 

 

Studierst du gesund? – Erste Hilfe bei psychischen Problemen im Studium

 

Viele Studierende erleben während ihres Studiums schwierige persönliche Lebensphasen, manchmal sogar akute Belastungs- und Krisensituationen. Nicht immer können sie diese aus eigener Kraft überwinden. Müssen sie auch nicht. Wir stellen die wichtigsten Beratungseinrichtungen an den Hamburger Hochschulen vor, die Studierende bei psychischen Problemen aufsuchen können. Außerdem: Tools und Apps zur schnellen ersten Hilfe.

 

Umbruchsphase Studium

Andere Umgebung, neue Leute, höhere Leistungsstandards: Mit dem Studium beginnt für viele junge Menschen ein aufregender Lebensabschnitt. Täglich wirst du mit deinen Stärken, aber auch mit deinen Schwächen konfrontiert. Für viele Studierende ist dieser neue Alltag voller Anregungen. Für viele Studierende aber auch: einfach alles zu viel. Bei ihnen führt der neue Status zu Stress, Überforderung und Verunsicherung.  Gesellen sich zu den „normalen“ Stresssituationen auch noch Zeit- und Leistungsdruck, finanzielle Sorgen oder Zukunftsängste, kann man schon einmal in ein Loch fallen.

 

Kein Einzelfall: Jeder vierte Studierende klagt über hohes Stresserleben

Studierenden mit psychischen Problemen fällt es oft schwer, darüber zu sprechen. Dabei sind sie nicht alleine! Jeder vierte Studierende klagt über ein hohes Stresserleben und Erschöpfung – mögliche Vorboten eines Burnouts. Insbesondere weibliche Studierende fühlen sich belastet: So gibt jede fünfte Studentin an, unter den Symptomen einer sogenannten generalisierten Angststörung zu leiden und jede sechste hat Anzeichen eines depressiven Syndroms. Dies ergab eine Studie zur Gesundheit Studierender, die 2017 in Kooperation des DZHW mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse entstand.

 

Hochschulberatung:  Einfach hingehen!

Wenn diese Probleme über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, verschlechtert sich auch die Studienleistung. Wie kann verhindert werden, dass sich aus einer psychischen Belastungssituation eine psychische Erkrankung entwickelt? An den Hamburger Hochschulen existieren zahlreiche Präventionsprogramme und Hilfen für Studierende. Allen voran: die Studienberatung und psychologische Beratung. Das Gute an diesen Beratungsstellen: Wer hingeht, kommt im Grunde mit einem Lebensproblem und muss sich nicht zwangsläufig durch eine Krankheits-Störung outen. Das macht den Zugang zur Beratung an der Hochschule leichter als in einer Arztpraxis. Weiterer Pluspunkt: Die Arbeit dieser Beratungsstellen ist  auf die studentische Lebensrealität zugeschnitten.

 

Jedes Problem ist groß genug

Die Gründe, Studienberatung aufzusuchen, sind vielfältig. Typische Probleme Studierender sind zum Beispiel:

  • Arbeits- und Leistungskrisen
  • Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Prüfungsangst
  • Probleme mit der Arbeitsorganisation und dem Zeitmanagement
  • Identitätskrisen
  • Selbstwertzweifel
  • depressive Verstimmungen

 

#Shift-Tipp: Einfach hingehen! Auch schon, wenn es „nur ein bisschen zwickt“. Häufig neigen Menschen dazu, Probleme „mit sich selbst auszumachen“. Dabei kann bereits der Blick von außen helfen und die Erkenntnis, dass du nicht die einzige Person bist, die sich mit psychischen Problemen herumschlagen muss. Du hast große Hemmungen, persönlich vorbeizuschauen? Dann nimm per E-Mail Kontakt zu den Berater/innen auf.

 

Überblick: Hier wird dir geholfen!

 

  1. HILFE INNERHALB DER HOCHSCHULE:

Universität Hamburg:

Hochschule für Angewandte Wissenschaften:

HafenCity Universität Hamburg:

Technische Universität Hamburg (TUHH):

Studierendenwerk Hamburg:

AStA:

Studentische TelefonSeelsorge:

  • Die STUTS ist täglich von 20 bis 24 Uhr erreichbar unter (040) 411 70 411.

 

  1. HILFE AUSSERHALB DER HOCHSCHULE

Verzeichnis aller psychotherapeutischen Angebote in Hamburg:

Ärztlicher Notfalldienst Hamburg

 

  1. HILFE IM NETZ (TOOLS UND APPS)

StudiCare:

  • StudiCare“, das Online-Tool zur Selbsthilfe bietet direkt auf Studierende zugeschnittene, kostenlose Trainings zur Stressbewältigung an.

Dein Masterplan:

  • Das Portal „Dein Masterplan“ bietet Studierenden eine persönliche, kostenlose Online-Beratung und ein interaktives Training zur Bewältigung von Ängsten, Blockaden oder Motivationsproblemen im Studium.