Digitales Finale II: (Aus-)Bildung neu denken – Nach dem Abi: Uni, Ausbildung oder beides?

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Mehr als jede/r zweite Abiturient/in startet direkt nach der Schule mit dem Studium: 2019 lag die Studienanfänger/innenquote bei 56,2 Prozent. Dazu passt: 57,8 Prozent der Abiturient/innen fühlen sich über das Studium gut informiert. In Sachen Ausbildung sagen das nur 38,9 Prozent. Andererseits haben mehr als 40 Prozent der Anfänger/innen in der dualen Ausbildung in Hamburg eine Hochschulzugangsberechtigung. Immer noch müssen sich Abiturient/innen regelhaft zwischen Studium und Ausbildung entscheiden. Aber: Ist ein Denken in Entweder (Uni) – Oder (Ausbildung) überhaupt noch zeitgemäß?

Keynote:
Dr. Sandra Garbade, Geschäftsführerin des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB)

Die promovierte Wirtschaftspädagogin führt die Geschäfte des HIBB seit August 2017. Sie setzt sich dafür ein, dass Schulen und Ausbildungsbetriebe in gemeinsamer Verantwortung Strategien für zukünftige Herausforderungen an die berufliche Bildung entwickeln, zum Beispiel im Bereich „Digitalisierung/Berufsbildung 4.0“. Unter ihrer Geschäftsführung wurde in Hamburg das Angebot der studienintegrierenden Ausbildung weiterentwickelt, welche ab 2021 in der Beruflichen Hochschule Hamburg realisiert wird.

Programm

Grußwort: Marie-Claire von Radetzky, BMBF
Keynote: Dr. Sandra Garbade, HIBB
Moderation: Prof. Dr. Gesa Birnkraut
Podiumsdiskussion: „Vielfalt in der Berufsbildung – gibt es einen Königsweg?“
Workshops mit Expert/innen zu (Aus-)Bildung neu denken

Podiumsdiskussion

Vielfalt in der Berufsbildung – gibt es einen Königsweg?“.

Dr. Sandra Garbade, Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB)
Marie-Claire von Radetzky, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Dalia Das, neuefische – School and Pool for Digital Talent
Shawn Glahn, TRACK GmbH, Accountmanager mit Studien- und Ausbildungsabschluss nach erstem Studienausstieg

Die Workshops

Dalia Das, neue fische School and Pool for Digital Talent
Was sind die Beweggründe für den Einstieg ins Bootcamp?

Was sind die Beweggründe für den Einstieg ins Bootcamp? Welche Erfahrungen wurden mit Schule, Ausbildung und Hochschule gemacht? Gibt es auch in Deutschland Gründe, das Denken in ENTWEDER (Ausbildung) ODER (Studium) aufzubrechen? In den USA jedenfalls verzahnen sich alternative Bildungsanbieter immer stärker auch mit Hochschulen. In ihrer interaktiven Talkrunde lässt Dalia Das 3 AbsolventInnen ihrer dreimonatigen Vollzeit-Intensivausbildungen zu Wort kommen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen schildern und Fragen beantworten.

Zur Person:
Dalia Das ist Gründerin und Geschäftsführerin von neuefische – School and Pool for Digital Talent. In Hamburg gestartet und inzwischen auch in Köln und München zu finden, orientiert sich das innovatives Bildungsmodell an den in den USA bereits seit vielen Jahren etablierten Technology Bootcamps, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken und neue Perspektiven für Abiturienten, StudienaussteigerInnen, AbsolventInnen, und QuereinsteigerInnen mit Berufserfahrung schaffen.

Dr. Silke Höfle, NEXT STEP Niederrhein
Übergänge vom Studienausstieg in die Ausbildung individualisieren – geht das?

Studienzweifler/innen haben oft den Wunsch, ihr Studium abzubrechen, wenn sie einen Ausbildungsplatz sicher hätten. Häufig passt aber der Wunsch nach einem Studienausstieg und einen Ausbildungsstart zeitlich oder finanziell nicht zusammen. Diese Unsicherheit verleitet häufig dazu, noch länger im Studium zu verharren. Um das volle Potenzial von Studienaussteiger/innen als Fachkräfte für morgen zu nutzen, wäre eine Individualisierung des Überganges vom Studienausstieg in die Ausbildung wünschenswert.
Im Erfahrungsaustausch werden verschiedene Problemebenen aufgezeigt, um dann im direkten Austausch diese gemeinsam zu diskutieren.

Zur Person:
Dr. Silke Höfle arbeitet seit 2018 im Projekt‚ NEXT STEP Niederrhein – Rückendeckung bei Studienzweifel‘ an der Hochschule Niederrhein in Krefeld/Mönchengladbach. Ihre Hauptaufgaben liegen im Bereich Kooperationen mit den regionalen Arbeitsmarktakteur/innen und Sensibilisierung für das Thema Studienzweifel und Studienausstieg.

Prof. Dr. Jutta Franke, Berufliche Hochschule Hamburg (BHH)
You’ll never walk alone – Ausbildung und Studium gemeinsam absolvieren

Bildungswege sind keine Standardwege, die Bildungsforschung zeigt immer deutlicher: Bildungswege müssen neu gedacht werden. Dazu gehört auch, sich mit den Kompetenzen auseinanderzusetzen, die
im Verlauf einer Berufsbildung entwickelt werden sollen und wollen. Hier setzt die BHH an: Kompetenzen werden nicht nur an einem Lernort vermittelt, es soll nicht allein eine Entscheidung „Hochschule oder?“ sein, sondern es soll die Möglichkeit aufgezeigt werden, „Hochschule und !“ zu denken.
Das Konzept der BHH ist, Hochschule mit anderen Lernorten zu verzahnen, Kompetenzen an drei Lern orten zu vermitteln. Die berufliche Ausbildung wird zum Bestandteil des Studiums, Unternehmen und Berufs-schulen sind gleichwertige Lernorte im Hochschulstudium. Kompetenzvermittlung ist parallel möglich, Inhalte und Vermittlung sind miteinander abgestimmt. Das Studium ist nicht ohne Berufsaus bildung mög-lich, die Berufsausbildung kann durch Leben und Lernen an der Hochschule attraktiv werden. Ein Anspruch der BHH ist, dass die Studierenden und Auszubildenden begleitet werden, in den ersten Monaten und im Studienverlauf wird ein Coaching angeboten. Erfahrungsbasiert soll eine Entscheidung getroffen werden, ob diese Verzahnung von Kompetenzentwicklung gut für den individuellen Bildungsweg ist.

Zur Person:
Fr. Prof. Dr. Franke ist Gründungspräsidentin der BHH. Sie hat Wirtschaftspädagogik studiert und bereits während ihres Studiums in Köln aufmerksam verfolgt, wie Lernorte Kompetenzentwicklung unterstützen können. Nach dem Studium konnte sie Lern- und Lehrkonzepte in Projekten am Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk erproben und reflektieren. Ihre Promotion hat sie zum Thema Organisations-entwicklung verfasst und sich dabei auf den Vergleich von Beratungsansätzen und deren Auswirkungen auf Lernkultur konzentriert. Ihre Tätigkeiten als Projektleiterin in internationalen Beratungsunternehmen, als Mitglied der Geschäftsführung in einem Textilhandelsunternehmen sowie als Coach prägen ihre Berufserfahrung. In den letzten 16 Jahren war sie Professorin sowie Mitglied des Präsidiums der EUFH, eine private Fachhochschule in Brühl und Rostock, die sich schon seit 2001 mit dem Konzept des dualen Studiums am Markt erfolgreich etabliert hat.

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