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Trotz seiner Faszination für Volkswirtschaft fühlte sich Aaron Schröder nicht am richtigen Platz in den vollen VWL-Vorlesungen und theoretischen Seminaren an der Uni Hamburg. Er entschied sich für den Studienausstieg und macht nun eine Ausbildung zum Zimmerer. Seine berufliche Zukunft sieht er positiv: die Baubranche boomt!

Aus Interesse für Wirtschaft und Gesellschaft hatte Aaron sich für das Studium entschieden. Alle Prüfungen bestand er locker, aber das Studium war nicht das Richtige. Wie viele Studienaussteiger wollte er etwas Praktisches machen. Weil er handwerklich begabt ist und seit der Kindheit Spaß am „Rumbasteln“ hat, entschied er sich für die Ausbildung zum Zimmerer. „Ich mag handwerkliches Arbeiten und Holz hat Zukunft“, erklärt der 22-Jährige. „Überall wird gebaut, die Jobperspektiven sind sehr positiv.“ Im Internet fand er seinen Ausbildungsplatz beim Traditionsunternehmen Wilhelm Bruns, das auf vielen prominenten Baustellen wie das Bergedorfer Schloss oder das Eimsbütteler Kaifu-Bad als Zimmerei- und Tischlereidienstleister tätig ist.

Die dreijährige duale Ausbildung hat einen theoretischen Teil in der Berufsschule und den praktischen Teil im Betrieb. Besondere Spezialkenntnisse vermittelt zusätzlich das Ausbildungszentrum der Hamburger Bauwirtschaft (AZB) im Stadtteil Steilshoop, das als „verlängerter Arm“ der Betriebe fungiert. „Wir unterstützen die ausbildenden Bauunternehmen bei der praktischen Ausbildung“, erklärt AZB-Geschäftsführer Torsten Rendtel. Den Studienausstieg bereut Aaron nicht: „Mein Job ist sehr abwechslungsreich.“

Über das AZB war Aaron auch im Ausland. Gemeinsam mit drei anderen Azubis lernte er zwei Wochen in Turku die finnische Bauausbildung kennen. Nach der Ausbildung möchte er seinen Meister machen, aber auch ein erneutes Studium schließt er nicht aus.

Foto: Caroline Bartels

Berufsbild und Ausbildungsinhalte Zimmerer/in Zurück