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Über Geld spricht man nicht, Geld hat man? Von wegen. Haben oder nicht haben ist für die meisten Studierenden keine akademische Frage, sondern eine existenzielle. Immerhin 11 Prozent der Studienaussteiger/innen können sich ihr Studium schlicht nicht mehr leisten. Nur ein Grund, warum es sich lohnt, rechtzeitig über Geld zu sprechen. shift teilt mit euch Fakten zur finanzielle Situation von Studierenden und Studienaussteigenden – und nützliche Links.

 

Woher kommt das Geld fürs Studium?

Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) finanziert sich der/die statistische Durchschnittsstudierende aus mehreren Quellen. Die Wissenschaftler/innen hinter der Sozialerhebung nennen diesen statistischen Durchschnitt „Fokus-Typ“. Der besitzt folgende Eigenschaften: allein oder in WG wohnend, nicht verheiratet, Vollzeitstudi auf dem Weg zum Diplom, Bachelor oder Master.

Und woher kommt jetzt das Geld? Über die Hälfte des Einkommens macht die Unterstützung der Eltern aus, immerhin gut ein Viertel erwirtschaften Studierende mit eigenen Jobs. Im Überblick setzen sich die monatlichen Einnahmen so zusammen:

Elternhaus    51 Prozent

BAföG            12 Prozent

Verdienst      26 Prozent

Sonstiges      12 Prozent

Interessant: Unter Sonstiges fallen auch Ersparnisse aus der Zeit vor Studienbeginn. Fast jede/r fünfte Studierende (19 Prozent) nutzt das Sparbuch, um die Zeit an der Hochschule zu bezahlen. Im Schnitt sind es 171 Euro, die pro Monat von der hohen Kante in die Studierendenkasse wandern. Auch Stipendien gehören zu den „sonstigen“ Einkommensquellen.

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Infos zu BAföG

Infos zu Stipendien

 

Mietkosten strapazieren das Budget

Wohnen, essen, Alltag, Material für Uni oder Hochschule – Studierende müssen finanziell eine ganze Menge stemmen. Die Erhebung des DSW zeigt: Mietkosten setzen den studentischen Konten am meisten zu. Im Durchschnitt geben Studierende mehr als ein Drittel (35 Prozent) ihrer Einnahmen fürs Wohnen aus. Natürlich schwanken die Mietpreise je nach Studienstandort. Die Autor/innen der Sozialerhebung kommen dennoch zu dem Schluss: Der Anteil der Studierenden, die über 300 Euro fürs Wohnen ausgeben müssen, ist seit dem Jahr 2012 deutlich angestiegen.

So viel kostet studentisches Wohnen im Durchschnitt (Mietkosten inkl. Nebenkosten):

Wohnheime der Studierendenwerke     255 Euro

Wohnheime anderer Träger                     306 Euro

WG-Zimmer                                                 310 Euro

Untermiete                                                  346 Euro

Eigene Wohnung                                      389 Euro

Und wie sieht es in Hamburg aus?

Hamburg gehört zu den Hochschulstandorten mit besonders hohen Wohnungskosten. Durchschnittich 373 Euro Warmmiete müssen Studierende in Hamburg fürs Wohnen berappen. Bundesweit liegt die Stadt damit auf Platz vier – teurer ist es nur noch in Frankfurt, Köln und München.

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Wohngeld-Infos der Stadt Hamburg

Wohngeld für Studierende in Hamburg

 

Wenn das Geld zu knapp wird

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) interessiert sich in seiner Studie Zwischen Studienabbruch und Studienwirklichkeit ebenfalls für die finanzielle Lage der Studierenden. Die Wissenschaftler/innen untersuchten unter anderem, wie sich Geldmangel aufs Studium auswirkt. Wenig überraschend: Wer ständig Geldsorgen hat oder neben dem Studium viel arbeiten muss, hängt an Uni und Hochschule häufiger hinterher – oder schmeißt die Brocken ganz hin. Insgesamt verweisen 36 Prozent aller Studienaussteigenden auf finanzielle Problemen; für elf Prozent der Studienaussteiger/innen ist die Finanznot der entscheidende Grund, aus dem Studium auszusteigen. Sechs Prozent von ihnen kommen in einem finanziellen Engpass zu der Entscheidung, vier Prozent können die Doppelbelastung Studijob und Studium nicht mehr unter einen Hut bringen.

Finanzieller Druck und Studienausstieg in Zahlen:

36 Prozent    aller Studienaussteigenden verweisen auf finanzielle Probleme

30 Prozent    aller Studienaussteigenden kämpfen mit finanziellen Engpässen

23 Prozent    aller Studienaussteigenden können Studium und Erwerbstätigkeit nicht mehr miteinander vereinbaren

11 Prozent    aller Studienaussteigenden sehen finanzielle Gründe als ausschlaggebend für ihre Entscheidung an

 

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Infos zu Krediten für Studierende

 

Übrigens:

Mehr Tipps zu den Möglichkeiten der Studienfinanzierung findest du in unserem Beitrag „Money, Money, Money“.

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