Studierst du gesund? – Erste Hilfe bei psychischen Problemen im Studium

Beitragsbild

 

Viele Studierende erleben während ihres Studiums schwierige persönliche Lebensphasen, manchmal sogar akute Belastungs- und Krisensituationen. Nicht immer können sie diese aus eigener Kraft überwinden. Müssen sie auch nicht. Wir stellen die wichtigsten Beratungseinrichtungen an den Hamburger Hochschulen vor, die Studierende bei psychischen Problemen aufsuchen können. Außerdem: Tools und Apps zur schnellen ersten Hilfe.

 

Umbruchsphase Studium

Andere Umgebung, neue Leute, höhere Leistungsstandards: Mit dem Studium beginnt für viele junge Menschen ein aufregender Lebensabschnitt. Täglich wirst du mit deinen Stärken, aber auch mit deinen Schwächen konfrontiert. Für viele Studierende ist dieser neue Alltag voller Anregungen. Für viele Studierende aber auch: einfach alles zu viel. Bei ihnen führt der neue Status zu Stress, Überforderung und Verunsicherung.  Gesellen sich zu den „normalen“ Stresssituationen auch noch Zeit- und Leistungsdruck, finanzielle Sorgen oder Zukunftsängste, kann man schon einmal in ein Loch fallen.

 

Kein Einzelfall: Jeder vierte Studierende klagt über hohes Stresserleben

Studierenden mit psychischen Problemen fällt es oft schwer, darüber zu sprechen. Dabei sind sie nicht alleine! Jeder vierte Studierende klagt über ein hohes Stresserleben und Erschöpfung – mögliche Vorboten eines Burnouts. Insbesondere weibliche Studierende fühlen sich belastet: So gibt jede fünfte Studentin an, unter den Symptomen einer sogenannten generalisierten Angststörung zu leiden und jede sechste hat Anzeichen eines depressiven Syndroms. Dies ergab eine Studie zur Gesundheit Studierender, die 2017 in Kooperation des DZHW mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse entstand.

 

Hochschulberatung:  Einfach hingehen!

Wenn diese Probleme über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, verschlechtert sich auch die Studienleistung. Wie kann verhindert werden, dass sich aus einer psychischen Belastungssituation eine psychische Erkrankung entwickelt? An den Hamburger Hochschulen existieren zahlreiche Präventionsprogramme und Hilfen für Studierende. Allen voran: die Studienberatung und psychologische Beratung. Das Gute an diesen Beratungsstellen: Wer hingeht, kommt im Grunde mit einem Lebensproblem und muss sich nicht zwangsläufig durch eine Krankheits-Störung outen. Das macht den Zugang zur Beratung an der Hochschule leichter als in einer Arztpraxis. Weiterer Pluspunkt: Die Arbeit dieser Beratungsstellen ist  auf die studentische Lebensrealität zugeschnitten.

 

Jedes Problem ist groß genug

Die Gründe, Studienberatung aufzusuchen, sind vielfältig. Typische Probleme Studierender sind zum Beispiel:

  • Arbeits- und Leistungskrisen
  • Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Prüfungsangst
  • Probleme mit der Arbeitsorganisation und dem Zeitmanagement
  • Identitätskrisen
  • Selbstwertzweifel
  • depressive Verstimmungen

 

#Shift-Tipp: Einfach hingehen! Auch schon, wenn es „nur ein bisschen zwickt“. Häufig neigen Menschen dazu, Probleme „mit sich selbst auszumachen“. Dabei kann bereits der Blick von außen helfen und die Erkenntnis, dass du nicht die einzige Person bist, die sich mit psychischen Problemen herumschlagen muss. Du hast große Hemmungen, persönlich vorbeizuschauen? Dann nimm per E-Mail Kontakt zu den Berater/innen auf.

 

Überblick: Hier wird dir geholfen!

 

  1. HILFE INNERHALB DER HOCHSCHULE:

Universität Hamburg:

Hochschule für Angewandte Wissenschaften:

HafenCity Universität Hamburg:

Technische Universität Hamburg (TUHH):

Studierendenwerk Hamburg:

AStA:

Studentische TelefonSeelsorge:

  • Die STUTS ist täglich von 20 bis 24 Uhr erreichbar unter (040) 411 70 411.

 

  1. HILFE AUSSERHALB DER HOCHSCHULE

Verzeichnis aller psychotherapeutischen Angebote in Hamburg:

Ärztlicher Notfalldienst Hamburg

 

  1. HILFE IM NETZ (TOOLS UND APPS)

StudiCare:

  • StudiCare“, das Online-Tool zur Selbsthilfe bietet direkt auf Studierende zugeschnittene, kostenlose Trainings zur Stressbewältigung an.

Dein Masterplan:

  • Das Portal „Dein Masterplan“ bietet Studierenden eine persönliche, kostenlose Online-Beratung und ein interaktives Training zur Bewältigung von Ängsten, Blockaden oder Motivationsproblemen im Studium.

Einen Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.